Post vom Mailer Daemon

E-Mail unzustellbar – sicher haben Sie schon öfter mal elektronische Post vom MAILER DAEMON bekommen.
Das ist nicht schön und meist für den Laien total unverständlich. Auf jeden Fall heißt das, das eine E-Mail von Ihnen bzw. mit Ihrem Absender nicht in das Postfach des Empfängers zugestellt wurde.

Wenn Sie eine E-Mail abschicken, dann authentifizieren Sie sich zuerst bei Ihrem Mailserver mit der im E-Mail-Programm voreingestellten E-Mail-Adresse und Kennwort und übergeben diesem ihre elektronische Post. Hat dieser diese angenommen erscheint die Mail in Ihrem Mail-Client (E-Mail-Programm z.B. Outlook, Thunderbird etc. ) als versendet und Ihr Mail-Server kümmert sich weiter darum.

Zuerst nimmt er Verbindung zum Mailserver des Empfängers auf und versucht die E-Mail zuzustellen. Wenn das geklappt hat, hören Sie nichts mehr davon. Wenn der Versuch fehlschlägt versucht Ihr Server die Mail erneut zuzustellen und das dann in meist immer größeren Intervallen. Wie lange die Zustellung versucht wird, hängt von der Einstellung Ihres Servers ab. So kann es dazu kommen, daß sie eine Fehlermeldung erst zwei Tage später erhalten.

Es kann viele Gründe geben, warum eine Mail nicht zugestellt werden kann. Der Grund steht dabei leider meist in der kryptischen Fehlermeldung.
Wenn Sie diese genauer ansehen, steht da z.B. #5.4.4 oder postbox full und Sie könnten danach googeln.
Ein anderer Hinweis kann sein: Remote host said: 550 5.7.1 IP listed on RB. Dann wurde ihre Mail durch den Schutzmodus des Empfängerservers abgelehnt. Leider ist der Versand von E-Mails ein offenes Verfahren. D.h. ich kann im E-Mail-Client als Absender einfach eine andere Absenderadresse angeben und es gibt keine richtige Ende-zu-Ende Kommunikation. Viele Versender ungewünschter Mails sogenannte Spammer nutzen dies und das ist die eigentliche Ursache, das es überhaupt Spammails gibt.
Um der Spamflut im Internet Herr zu werden gibt es verschiedendste Bekämpfungsmechanismen.
So gibt es Anbieter, die Datenbanken im Internet betreiben, die die IP-Adresse von Spamversendern durch geeignete Maßnahmen auf Ihr schwarzes Brett (blacklist) setzen. Diese Datenbanken (RBL-Listen) werden wiederum von vielen Providern genutzt. Bekannte Anbieter sind z.B. Spamhaus, Nixspam, Senderbase u.a. Trifft eine Mail beim Provider ein, gleicht er z.B. die Absender-IP-Adresse mit solchen black-lists (RBL) ab, um E-Mails dann als Spammails zu deklarieren, wenn Sie aus verdächtiger Quelle kommen.

Meist nutzen Provider für das Hosting einer Vielzahl von Domänen, also Ihrer www-Adresse nur eine einzige IP-Adresse, da es weltweit bei der z. Zt. meist angewandten IPv4 Adressierung weniger IP-Adressen als benötigt gibt.
Wird nun z. B. eine andere Web-Site, die auf dem gleichen Server betrieben wird gehackt und werden darüber Massen-E-Mails versendet, so wird die IP-Adresse des gesamten Servers sehr bald auf einer Blacklist stehen und es kommt zu Problemen bei der Zustellung von Mails aller Domänen, die auf dem Server gehostet werden, falls der Empfänger gerade diese Blacklist bzw. RBL abfragt.

Überprüfen Sie doch mal ob Ihre aktuelle IP-Adresse auf einer Blacklist steht. Tragen Sie z. B. einfach die hellgrau rechts oben auf www.stc.de angezeigte IP-Adresse ein auf: www.mxtoolbox.com/blacklists.aspx

Ein weiteres Problem ist, dass die Mehrzahl der Nutzer von Ihrem Provider eine dynamische IP-Adresse zugewiesen bekommt. So verwenden Sie, ohne es zu wissen eine IP-Adresse, die durch den Vorbenutzer als Spammer deklariert ist

Mit einigen Maßnahmen erreichen Sie eine noch stabilere und vor allem selbstbestimmte E-Mail-Umgebung.

Ausweg für Unternehmen:

1. Benutzen Sie feste-IP-Adressen und eine Firewall an Ihrem Internet-Zugang
2. Benutzen Sie in Ihrem Unternehmen einen eigenen Mailserver z.B. Exchange, kerio-connect u.a.
und lassen Sie den MX-Record Ihrer Domain ändern, dann landen an Sie
adressierte Mails sofort bei Ihnen
3. Verwenden Sie einen Spamfilter, der Mails auch mal bis zu 4 Tage speichern kann,
falls z.B. Ihre Internet-Anbindung gestört ist
4. Lassen Sie alles von Spezialisten einrichten www.stc.de 😉)